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Hat Cardiol Kontraindikationen?

Lieber Pietro, 


Cardiol ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber einem seiner Bestandteile.

In der Formulierung ist Monacolin K enthalten: daher wird die Anwendung von Cardiol bei gleichzeitiger Statintherapie nicht empfohlen. Der Vollständigkeit halber zitiere ich einen Hinweis aus dem Beipackzettel: „Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und/oder Bluthochdruck vor der Einnahme des Produkts einen Arzt konsultieren“. 


Es handelt sich um einen laut Vorschrift des italienischen Gesundheitsministeriums obligatorischen Hinweis für alle Nahrungsergänzungsmittel, die einen Extrakt von Citrus aurantium L. enthalten. Der Extrakt von Citrus aurantium L. kann Synephrin enthalten, eine Substanz mit kardiotoner Wirkung. Was wir in Cardiol verwenden, ist ein gereinigter Extrakt der Fruchtfleisches (nicht der Schale, die bekanntermaßen reich an Synephrin ist), standardisiert auf Bioflavonoide (Tangeretin und Nobiletin) mit bekannten lipidsenkenden Eigenschaften. 


Synephrin kann bei Dosen von 30 Milligramm einen Anstieg des arteriellen Blutdrucks verursachen: In Cardiol ist es nur in Spurenmengen von 0,015 Milligramm enthalten. Angesichts des vernachlässigbaren Synephrin-Gehalts und der Tatsache, dass der Citrus-Extrakt gereinigt ist, sind wir der Ansicht, dass der Teil des Warnhinweises, der Personen mit Herzerkrankungen betrifft, in diesem Fall vernachlässigt werden kann. 


Laut aktuellen Studien (Synephrine content of juice from Satsuma m... [J Agric Food Chem. 2008] - PubMed - NCBI) liegt der Synephrin-Gehalt in 200 Zentilitern Orangensaft bei etwa 3 Milligramm. Die empfohlene Dosis von Cardiol beträgt 1 Perle pro Tag, einzunehmen abends vor dem Abendessen. Eine Packung reicht daher für einen Monat Behandlung. 


Ich stehe für weitere Fragen dazu gerne zur Verfügung.


Herzliche Grüße.


Dr. Rosaria Ramondino, Apothekerin und Pharmazeutische Chemikerin