Ernährung

Flavonoide zur Erhöhung von Omega-3 im Blut

Mehr Flavonoide erhöhen auch die Omega-3-Werte im Blut

Forscher der Université Joseph Fourier in Grenoble (Frankreich) haben eine Studie durchgeführt, die im Journal of Nutrition veröffentlicht wurde und zeigt, dass eine flavonoidreiche Ernährung die Omega-3-Werte im Blut erhöhen kann.

Was sind Flavonoide?

Flavonoide, auch bekannt als Vitamin P, sind eine Gruppe von Pflanzenstoffen, die in vielen Obst- und Gemüsesorten, aber auch in Tee, Kakao und Rotwein vorkommen. Sie sind bekannt für ihre antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften und wurden mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten in Verbindung gebracht. Zu den wichtigsten Flavonoiden gehören die Anthocyane, die blauen, roten und violetten Pigmente in Früchten wie Beeren, Kirschen und Weintrauben.

Flavonoide und Omega-3-Fettsäuren

Der Zusammenhang zwischen Flavonoiden und Omega-3-Fettsäuren beruht auf ihrer gemeinsamen Wirkung auf Leber, Immunsystem und Kapillargefäße. Beide Stoffgruppen modulieren die Lipogenese (Fettsynthese) und die Desaturation (Umwandlung) von Fettsäuren in der Leber und beeinflussen so die Fettsäurezusammensetzung im Blut.

Die Studie

Die Forscher analysierten die Ernährungsgewohnheiten und die Blutfettsäurewerte von 1.489 Erwachsenen. Die Ergebnisse zeigen, dass Menschen, die viele Flavonoide zu sich nehmen, signifikant höhere Omega-3-Werte im Blut haben. Dieser Zusammenhang blieb auch dann bestehen, wenn andere Faktoren wie Fischkonsum, Körpergewicht und sportliche Aktivität berücksichtigt wurden.

Mehr Flavonoide für höhere Omega-3-Werte

Diese Studie legt nahe, dass eine flavonoidreiche Ernährung – reich an buntem Obst und Gemüse – nicht nur direkten gesundheitlichen Nutzen hat, sondern auch indirekt die Omega-3-Versorgung des Körpers verbessern kann. Die Aufnahme von Mais, Palmöl und anderen gesättigten Fettsäuren hingegen war mit niedrigeren Omega-3-Werten assoziiert.

Quelle: Galan P et al. Dietary magnesium intake in a French adult population. Journal of Nutrition. 1997.