Omega-3 im Krillöl: Ein Mittel gegen Adipositas
Krillöl: hohe Wirksamkeit gegen Adipositas
Die im Krillöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) sind nützliche Mittel gegen Adipositas. Dies belegt eine Studie eines internationalen Teams aus italienischen, amerikanischen, norwegischen und finnischen Wissenschaftlern.
Diese Eigenschaften sollen den Stoffwechselmechanismus von adipösen Personen stabilisieren und Anomalien sowie Unregelmäßigkeiten entgegenwirken, die zu diesem Zustand führen. Sie könnten andere Therapien bei der Kontrolle des Endocannabinoid-Systems gegen das metabolische Syndrom ersetzen.
Vorteile von Krillöl: Einfluss auf die Endocannabinoide
Krill ist eine Gruppe kleiner Meeresorganismen, die für ihren hohen Gehalt an Omega-3 und Antioxidantien bekannt sind. Diese letzteren sind in 48-fach höheren Mengen vorhanden als in anderen im Handel erhältlichen Fischölen. Den Studienautoren zufolge bringt die tägliche Einnahme von Krillöl Vorteile für das Endocannabinoid-System, das aus Lipidmolekülen und Zellrezeptoren besteht, die im Nervensystem wirken und Appetit, Schmerzempfinden, Stimmung und Gedächtnis regulieren. Und dieselben Fachleute betonen, dass eine Hilfe zur Normalisierung der Endocannabinoid-Spiegel bei adipösen Patienten dazu beitragen könnte, bestimmten langfristigen Gesundheitsproblemen entgegenzuwirken, wie dem metabolischen Syndrom. Um zu dieser Schlussfolgerung zu gelangen, rekrutierten die Forscher 63 übergewichtige oder adipöse Probanden im Alter zwischen 35 und 64 Jahren, die vier Wochen lang täglich zwei Gramm Krillöl – entsprechend 309 mg EPA und DHA täglich im Verhältnis 2:1 –, Fischöl – das sogenannte „Menhaden-Öl", entsprechend 390 mg EPA und DHA täglich im Verhältnis 1:1 – oder Olivenöl einnehmen sollten. Nur bei adipösen Probanden, die Krillöl eingenommen hatten, wurde eine signifikante Verringerung der 2-Arachidonoylglycerol (2-AG)-Spiegel beobachtet, einem Endocannabinoid, das sich im Plasma adipöser Personen ansammelt. Den Autoren zufolge könnte eine mögliche Erklärung für den unterschiedlichen Effekt von Krillöl und Fischöl eine stärkere Einlagerung der Omega-3-Fettsäuren in die Lipide des viszeralen Fettgewebes sein. Dies würde nach der Einnahme von Krillöl zu einer Verringerung der Arachidonsäure führen, mit anschließender Veränderung der Endocannabinoid-Synthese.
Bestätigung einer bekannten Wirksamkeit
Die in dieser Studie festgestellten positiven Wirkungen von Krillöl bestätigen, was Forscher der Universität Cagliari in Studien an adipösen Ratten beobachtet hatten. Den Autoren der neuen Forschung zufolge wird der nächste Schritt sein zu überprüfen, ob langfristige Ernährungsveränderungen und höhere Krillöl-Mengen in der Lage sind, die Parameter des metabolischen Syndroms zu reduzieren. Dies würde die Einnahme von Krillöl zu einer validen Alternative zu den derzeitigen Therapien machen, die auf das Endocannabinoid-System abzielen.



