Ernährung

Polyphenole schützen Leinöl vor Ranzigwerden

Leinöl und Polyphenole: Wie Mikroverkapselung die Oxidation verhindert


Eine Studie von Mónica Rubilar und Kollegen an der Universidad de La Frontera in Temuco (Chile) zeigt, dass die Kombination aus Mikroverkapselung und Polyphenolextrakten die Oxidationsstabilität von Leinöl deutlich verbessern kann.


Die pflanzliche Quelle: Ugni molinae (Chilenische Myrte)


Als Polyphenolquelle wurde ein Extrakt aus Ugni molinae, der chilenischen Myrte, verwendet. Diese Pflanze enthält hohe Mengen an antioxidativen Verbindungen, die Fette vor Ranzigkeit schützen können. Die Kombination dieses Pflanzenextrakts mit Mikroverkapselung verlangsamte die Lipidoxidation des Leinöls signifikant.


Omega-3 aus pflanzlichen Quellen: ALA, EPA und DHA


Leinöl ist reich an ALA (Alpha-Linolensäure), einer pflanzlichen Omega-3-Fettsäure. Der menschliche Körper kann ALA in EPA und DHA umwandeln, jedoch ist diese Umwandlungsrate sehr gering. Aus diesem Grund ist Fischöl als direkte Quelle von EPA und DHA oft vorzuziehen.


Hinweis: Das deutsche Bundesgesundheitsministerium rät von der Einnahme von Borretsch-Nahrungsergänzungsmitteln ab, da die in der Pflanze enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide potenziell lebertoxisch sein können.




Quelle: Rubilar M et al., “Polyphenol-rich extracts from Ugni molinae Turcz as a natural antioxidant additive to fish oil microcapsules”, J Agric Food Chem. 2011.