Frauengesundheit: Marine Omega-3 reduzieren ischämische Herzerkrankungen um 38%
Frauen: 38 % weniger Risiko für ischämische Herzkrankheiten dank Fischöl
Omega-3 marinen Ursprungs schützen Frauen – im Gegensatz zu pflanzlichen Omega-3 – vor dem Risiko ischämischer Herzerkrankungen. Die Nachricht stammt aus dem American Journal of Clinical Nutrition, wo Forscher des Institute of Preventive Medicine der Universität Aarhus (Dänemark) die Ergebnisse einer wichtigen Studie veröffentlicht haben: Die Einnahme großer Mengen Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) reduziert das Risiko einer koronaren Herzkrankheit um 38 %. Den Autoren zufolge können Männer nicht von demselben Schutzeffekt profitieren.
Männer und Frauen – auch bei Omega-3 macht der Unterschied den Unterschied
Die beiden wichtigsten Omega-3-Fettsäuren marinen Ursprungs, EPA und DHA, können über eine fischreiche Ernährung sowie durch die Umwandlung von Alpha-Linolensäure (ALA) aus pflanzlichen Quellen gewonnen werden. Insbesondere werden zwischen 8 und 20 % der im menschlichen Körper vorhandenen ALA in EPA umgewandelt, während nur 0,5–9 % der Alpha-Linolensäure zu DHA wird. Dieses Phänomen ist nicht der einzige Faktor, der die EPA- und DHA-Spiegel beeinflusst. Auch das Geschlecht spielt eine wichtige Rolle: Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist die Umwandlungsrate von ALA in EPA 2,5-mal höher als bei Männern.
Omega-3 marinen Ursprungs schützen das Herz von Frauen
Die Autoren dieser Forschung haben bestätigt, dass Männer und Frauen unterschiedlich auf die Einnahme von Omega-3 reagieren. Ihre Studie umfasste die Analyse von Daten aus 3.277 dänischen Bürgern, deren Gesundheitszustand über 23 Jahre beobachtet wurde. In diesem Zeitraum wurden 471 Fälle von koronarer Herzkrankheit registriert. Die Forscher kamen daher zu dem Schluss, dass die Einnahme von ALA das Risiko, an dieser Erkrankung zu erkranken, weder bei Männern noch bei Frauen senkt. Nur bei Frauen ermöglichen hohe Omega-3-Dosen (zwischen 0,45 und 11,2 Gramm pro Tag) eine Reduzierung des Risikos dieser Herzerkrankung um 38 %.
Die mögliche Erklärung für die Unterschiede zwischen Männern und Frauen
Den Autoren dieser Studie zufolge sind die registrierten Unterschiede auch darauf zurückzuführen, dass die Produktion von EPA und DHA aus ALA auch von den im Körper vorhandenen Omega-3-Spiegeln abhängt. Folglich könnte die Gabe von ALA besonders wirksam bei der Reduzierung des Risikos einer koronaren Herzkrankheit bei Personen mit geringer Omega-3-Fettsäurezufuhr sein. Nicht nur das: Eine hohe Omega-3-Zufuhr könnte die Wirkung der Alpha-Linolensäure abschwächen, da ein auf dem mindestens einmal wöchentlichen Fischkonsum basierender Ansatz wirksamer ist als die Einnahme von ALA.
Quelle
1. Vedtofte MS, Jakobsen MU, Lauritzen L, Heitmann BL, “Dietary α-linolenic acid, linoleic acid, and n-3 long-chain PUFA and risk of ischemic heart disease”, Am J Clin Nutr. 2011 Oct;94(4):1097-103. Epub 2011 Aug 24



