Postpartale Depression: Frauen mit geringem Omega-3- und hohem Omega-6-Konsum sind besonders gefährdet
Postpartale Depression und Omega-3-Mangel: Was die Forschung zeigt
Frauen, die nach der Geburt an einer postpartalen Depression erkranken, weisen häufig niedrigere Omega-3-Spiegel auf als Frauen ohne depressive Symptome. Das zeigt eine Meta-Analyse aus Taiwan und Singapur, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Biological Psychiatry.
Ergebnisse der Meta-Analyse
Die Forscher analysierten Daten aus 14 Studien mit insgesamt über 10.000 Frauen. Das Ergebnis: Frauen mit postpartaler Depression hatten signifikant niedrigere DHA-Spiegel im Blut als Frauen ohne Depression. Besonders deutlich war der Unterschied in der Konzentration von DHA in den Erythrozytenmembranen.
Warum sind Omega-3-Fettsäuren nach der Geburt so wichtig?
Während der Schwangerschaft und Stillzeit überträgt die Mutter große Mengen DHA auf das Kind. DHA ist für die Gehirnentwicklung des Säuglings unverzichtbar. Dieser Transfer kann die DHA-Reserven der Mutter erheblich erschöpfen.
DHA ist auch ein wesentlicher Baustein der Nervenzellmembranen im mütterlichen Gehirn und spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Serotonin und anderen Neurotransmittern, die die Stimmung regulieren.
Eine ausreichende Omega-3-Versorgung vor, während und nach der Schwangerschaft könnte daher dazu beitragen, das Risiko einer postpartalen Depression zu senken. Sprich mit deinem Arzt oder deiner Hebamme darüber.



