Omega-3 beugen trockenem Auge vor, indem sie auf die Tränendrüsen wirken
Trockenes-Auge-Syndrom und Omega-3: Was die Forschung zeigt
Das Trockene-Auge-Syndrom ist eine weit verbreitete Erkrankung, die durch unzureichende oder qualitativ mindere Tränenproduktion gekennzeichnet ist. Omega-3-Fettsäuren – insbesondere EPA, DHA und GLA (Gamma-Linolensäure) – könnten dabei helfen, die Symptome zu lindern.
Das zeigt eine Studie des INRA (Institut National de la Recherche Agronomique) in Dijon (Frankreich), die an Tiermodellen (Ratten) durchgeführt wurde.
Wie wirken Omega-3 auf das Trockene Auge?
Die Tränenflüssigkeit besteht aus drei Schichten: einer wässrigen, einer schleimigen und einer Lipidschicht. Die Lipidschicht, produziert von den Meibom-Drüsen, verhindert das schnelle Verdunsten der Tränen. Entzündungen und ein Mangel an Omega-3-Fettsäuren können die Funktion dieser Drüsen beeinträchtigen.
EPA und DHA hemmen proinflammatorische Botenstoffe (Prostaglandine, Leukotriene), die Entzündungen an der Augenoberfläche fördern. GLA, eine Omega-6-Fettsäure aus Nachtkerzenöl oder Borretschsamenöl, wirkt ebenfalls entzündungshemmend und ergänzt die Wirkung von EPA und DHA synergistisch.
Klinische Evidenz
Mehrere klinische Studien beim Menschen bestätigen, dass eine Supplementierung mit Omega-3 (EPA + DHA) und/oder GLA die Symptome des Trockenen-Auge-Syndroms – Brennen, Fremdkörpergefühl, verschwommenes Sehen – signifikant reduzieren und die Tränenfilmstabilität verbessern kann.



