Omega-3 könnten rheumatoider Arthritis vorbeugen
Omega-3 aus Fischöl können bei Personen mit rheumatoider Arthritis das Erkrankungsrisiko erheblich reduzieren. Zu diesem Schluss kommen Forscher des Karolinska Institutet in Stockholm (Schweden), die die Ergebnisse ihrer Forschung in Annals of the Rheumatic Diseases veröffentlicht haben.
Die rheumatoide Arthritis ist eine Autoimmunerkrankung, die durch chronische Entzündung der Gelenke gekennzeichnet ist und mit Schmerzen, Schwellungen und Steifheit einhergeht. EPA und DHA sind für ihre starken entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt; mehrere epidemiologische Studien haben bereits einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fisch und einem geringeren Risiko für rheumatoide Arthritis belegt.
Die Studie
Das schwedische Forschungsteam wertete die Daten von 32.232 Frauen aus, die zwischen 1914 und 1948 geboren wurden und deren Ernährungsgewohnheiten zwischen 1987 und 1990 sowie erneut im Jahr 1997 erfasst worden waren. Während des gesamten Beobachtungszeitraums (1988–2004) wurden die Fälle von rheumatoider Arthritis im schwedischen Patientenregister verfolgt.
Aus den Daten ergab sich, dass Frauen, die täglich mehr als 0,21 g Omega-3 konsumierten (entsprechend einer Portion fetter Fisch pro Woche), ein um 35 % geringeres Risiko hatten, an rheumatoider Arthritis zu erkranken, verglichen mit Frauen, die weniger oder gar keinen Fisch aßen. Außerdem war bei jenen, die in beiden Erhebungen (1987–90 und 1997) einen hohen Omega-3-Konsum angegeben hatten, das Risiko um 52 % reduziert.
Die Studie schließt nicht aus, dass die protektive Wirkung auch durch andere in Fisch enthaltene Substanzen bedingt sein könnte; sie hebt jedoch die Bedeutung eines regelmäßigen Omega-3-Konsums für die Prävention entzündlicher Erkrankungen hervor.
Quelle: Di Giuseppe D, Wallin A, Bottai M, Askling J, Wolk A. Long-term intake of dietary long-chain n-3 polyunsaturated fatty acids and risk of rheumatoid arthritis: a prospective cohort study of women. Ann Rheum Dis. 2014 Nov;73(11):1949-53.



