Krebs

Brustkrebs: Laufen reduziert die Sterblichkeit bei überlebenden Frauen

Brustkrebs und Sport: Laufen verbessert die Überlebenschancen

Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, können ihre Überlebenschancen durch regelmäßiges Laufen verbessern. Das zeigt eine Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory (USA), veröffentlicht im International Journal of Cancer1.



Die Studie im Überblick


Die Studie analysierte die Daten von 986 Frauen mit Mammakarzinom. Die körperliche Aktivität der Frauen wurde in MET (metabolisches Äquivalent) gemessen, einer Einheit, die den Energieverbrauch während körperlicher Tätigkeit beschreibt. Die Forscher verglichen die Auswirkungen von Laufen und Gehen auf das Überleben nach der Brustkrebsdiagnose.


Die Ergebnisse zeigten, dass sowohl Laufen als auch Gehen die Sterblichkeit durch Brustkrebs signifikant reduzierten. Die Schutzwirkung des Laufens war jedoch stärker ausgeprägt als die des Gehens: Pro MET-Stunde pro Tag wurde durch Laufen eine um 40 % höhere Reduktion der Brustkrebs-Sterblichkeit erzielt als durch Gehen.



Warum körperliche Aktivität bei Brustkrebs hilft


Die genauen Mechanismen, über die körperliche Aktivität das Überleben bei Brustkrebs verbessert, sind noch nicht vollständig geklärt. Wissenschaftliche Belege deuten darauf hin, dass regelmäßige Bewegung das Hormonsystem beeinflusst (insbesondere die Östrogen- und Insulinspiegel), Entzündungsmarker reduziert und das Immunsystem stärkt – alles Faktoren, die bei der Entstehung und dem Verlauf von Brustkrebs eine Rolle spielen.


Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung körperlicher Aktivität als Teil eines umfassenden Ansatzes zur Behandlung und Prävention von Brustkrebs und ermutigen Betroffene, regelmäßigen Sport in ihren Alltag zu integrieren.



Quelle

1. Williams PT. Significantly greater reduction in breast cancer mortality from post-diagnosis running than walking. Int J Cancer. 2014 Sep 1;135(5):1195-202.