Nervensystem

Gehirnerschütterung im Sport: Omega-3 helfen bei der Erholung

DHA (Docosahexaensäure) könnte eine wichtige Rolle beim Schutz vor den Folgen von Gehirnerschütterungen im Sport spielen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher, die ihre Arbeit in der Zeitschrift Advances in Nutrition veröffentlicht haben.


Gehirnerschütterungen im Sport sind ein zunehmendes Problem, insbesondere in Kontaktsportarten wie American Football, Rugby, Eishockey und Boxen. Sie können kurz- und langfristige neurologische Folgen haben, darunter Gedächtnisprobleme, Stimmungsstörungen und ein erhöhtes Risiko für neurodegenerative Erkrankungen.


Die Rolle von DHA im Gehirn


DHA ist die am häufigsten vorkommende Omega-3-Fettsäure im Gehirn und macht etwa 10–20 % des gesamten Lipidgehalts der grauen Substanz aus. Es ist essenziell für die Integrität der Neuronenmembranen, die synaptische Plastizität und die Nervensignaübertragung. Bei einer Gehirnerschütterung kommt es zu mechanischen Schäden an den Neuronen, begleitet von oxidativem Stress und Entzündung – Prozesse, bei denen DHA eine schützende Funktion übernehmen kann.


Forscher von DSM Nutritional Products in New Jersey (USA) haben in präklinischen Studien gezeigt, dass eine DHA-Supplementierung vor einem Kopftrauma den neurologischen Schaden deutlich reduzieren und die Erholung beschleunigen kann. Die neuroprotektiven Effekte werden auf die Fähigkeit von DHA zurückgeführt, Entzündungsreaktionen zu dämpfen, den oxidativen Stress zu verringern und die Integrität der Zellmembranen zu erhalten.


Obwohl die klinischen Daten am Menschen noch begrenzt sind, legen die bisherigen Erkenntnisse nahe, dass eine ausreichende DHA-Versorgung – durch Ernährung oder Nahrungsergänzung – für Sportler, die Kontaktsportarten betreiben, besonders sinnvoll sein könnte.