Prozac 'vereint sich' mit Fischöl im Kampf gegen Depressionen
Depression: die Gewinnerkombination Prozac und Omega-3
Eine klinische Studie hat entdeckt, dass die Zugabe von Fischöl zur Prozac-Therapie deren Wirksamkeit bei schweren Depressionen deutlich verbessert. Unter den verschiedenen Ursachen der Depression haben die Forscher auch einen Mangel an Fettsäuren Omega-3 EPA und DHA vermutet, die reichlich in Fischöl enthalten sind. Die Forschung ergab, dass Personen, die an schweren Depressionen leiden, tendenziell einen niedrigeren Omega-3-Spiegel (vor allem EPA) im Serum aufweisen als üblich. Epidemiologische Analysen stimmen mit diesem Befund überein: In Bevölkerungsgruppen, in denen der Fischkonsum, reich an Omega-3, sehr hoch ist, ist die Depressionsrate niedriger als der Durchschnitt, während Personen, bei denen typischerweise ein niedrigerer Omega-3-Spiegel festgestellt wird (zum Beispiel Alkoholiker und Frauen nach der Schwangerschaft), eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, an Depressionen zu leiden. Klinische Studien zeigen zudem, dass die Einnahme von Omega-3 die Symptome von Depressionen, bipolarer Störung und Schizophrenie lindern kann.
Eine klinische Studie untersuchte die Wirkung von EPA (eine der beiden langkettigen Omega-3-Fettsäuren) und Fluoxetin (dem Molekül, das in Antidepressiva wie Prozac enthalten ist), allein oder in Kombination, bei sechzig Patienten mit schwerer Depression. Die Ansprechraten (das heißt die Verringerung der depressiven Symptome) betrugen 50 %, 56 % und 81 % in den mit Fluoxetin, EPA bzw. beiden behandelten Gruppen. Letztlich, so schließen die Forscher, haben EPA und Fluoxetin eine vergleichbare Wirkung, während eine Kombination beider Behandlungen ein deutlich besseres Ergebnis erzielt.
Quelle:
Jazayeri et al. Comparison of therapeutic effects of omega-3 fatty acid eicosapentaenoic acid and fluoxetine, separately and in combination, in major depressive disorder. Aust N Z J Psychiatry. 2008 Mar;42(3):192-8.



