Neugeborene und Kinder

Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität: Hilfe durch Omega-3 EPA und DHA

Omega-3, insbesondere EPA und DHA, können eine wichtige ergänzende Rolle bei der Behandlung von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) spielen. Zu diesem Schluss kommen Forscher des University Medical Center Utrecht in den Niederlanden, die ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Neuropsychopharmacology veröffentlicht haben.


ADHS ist eine der häufigsten neuropsychiatrischen Störungen im Kindesalter und betrifft weltweit etwa 5 % der Kinder. Sie ist durch Aufmerksamkeitsprobleme, Impulsivität und – in vielen Fällen – Hyperaktivität gekennzeichnet. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Kinder mit ADHS häufig niedrigere Omega-3-Spiegel im Blut aufweisen als ihre gesunden Altersgenossen.


Die Studie


Die Forscher aus Utrecht führten eine randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Studie durch, an der 40 Kinder mit ADHS und einem Durchschnittsalter von 10 Jahren teilnahmen. Die Kinder erhielten 16 Wochen lang entweder eine Kombination aus EPA und DHA oder ein Placebo. Am Ende des Beobachtungszeitraums zeigten die Kinder, die Omega-3 erhalten hatten, signifikante Verbesserungen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Impulsivität und emotionale Regulierung.


Die Autoren schlagen als Wirkmechanismus vor, dass EPA und DHA die Neurotransmitter-Aktivität im präfrontalen Kortex verbessern könnten – einem Gehirnbereich, der bei ADHS beeinträchtigt ist. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Omega-3 als sinnvolle Ergänzung – nicht als Ersatz – zur konventionellen ADHS-Behandlung eingesetzt werden könnten.