Neugeborene und Kinder

Omega-3 in der Schwangerschaft reduzieren Ekzem- und Eiallergie-Risiko bei Kindern

Omega-3 in der Schwangerschaft: geringeres Risiko für Ekzem und Hühnereiallergie bei Kindern

Die Einnahme von Omega-3 während der Schwangerschaft reduziert das Risiko, dass Kinder ein Ekzem oder eine Hühnereiallergie entwickeln, um jeweils 38 und 50%. Das hat eine Forschergruppe unter der Leitung von Maria Makrides vom Women's and Children's Health Research Institute in Adelaide (Australien) nachgewiesen. Die Ergebnisse ihrer Forschungen – die bislang die umfangreichste jemals durchgeführte klinische Studie zu den Auswirkungen der Omega-3-Einnahme während der Schwangerschaft darstellen – wurden vom British Medical Journal veröffentlicht.



Eine Hilfe für die Mutter und das Kind

Omega-3-Fettsäuren sind bereits ab der Schwangerschaft wichtig, einem Zeitraum, in dem sie wichtige Funktionen sowohl für die Gesundheit der Mutter als auch für die des Ungeborenen erfüllen. Diese Nährstoffe helfen nämlich dabei, die Blutdruckwerte im Normbereich zu halten, und reduzieren das Risiko von Komplikationen für Mütter und Kinder. Darüber hinaus fördert ihre Wirkung den richtigen Blutfluss zur Plazenta, erleichtert den Sauerstoff- und Nährstoffaustausch und reduziert das Risiko einer Fehlgeburt, Frühgeburt und postpartalen Depression. Was die Kinder im Besonderen betrifft, ermöglicht eine angemessene Omega-3-Zufuhr während der Schwangerschaft die adäquate Entwicklung der Nervenstrukturen und reduziert die Inzidenz bestimmter Erkrankungen – zum Beispiel Asthma – nach der Geburt. Und wenn die Prävention bereits im „Bauch" beginnt, haben verschiedene Studien gezeigt, dass diese Fettsäuren auch im Kindesalter nützlich sind. Tatsächlich haben sich Omega-3 in dieser Lebensphase beispielsweise als wirksam erwiesen, um Entzündungen und Symptome der atopischen Dermatitis zu reduzieren und die intellektuellen Funktionen von Kindern mit kognitiven Störungen zu verbessern.



Atopisches Ekzem und Hühnereiallergie: Omega-3 reduziert deren Inzidenz

Die australische Studie fügte dem Bild der mit der Omega-3-Einnahme während der Schwangerschaft verbundenen Vorteile ein neues Detail hinzu. Die von Makrides und Kollegen durchgeführte Analyse basierte auf Daten von mehr als 700 Frauen, die im Rahmen des DOMInO-Trials (DHA to Optimise Mother and Infant Outcome) gesammelt wurden. Während dieser Studie wurden schwangere Frauen ab der einundzwanzigsten Schwangerschaftswoche gebeten, täglich 3 Kapseln Fischöl einzunehmen – entsprechend einer Tagesdosis von 900 mg Omega-3 – oder ein pflanzliches Öl ohne diese Nährstoffe. Die Forscher bewerteten dann die Inzidenz von Allergien – insbesondere Ekzemen und Nahrungsmittelallergien – bei den aus diesen Schwangerschaften geborenen Kindern bei Vollendung des ersten Lebensjahres. Es stellte sich heraus, dass die Omega-3-Einnahme durch die werdenden Mütter den Prozentsatz der Kinder, die mit einem Jahr an atopischem Ekzem oder einer Hühnereiallergie leiden, um jeweils 38 und 50% reduziert.



Omega-3: neue Waffe gegen Allergien

Laut Makrides zeigt diese klinische Studie, dass Frauen, die an Allergien leiden, die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Kinder im ersten Lebensjahr ein atopisches Ekzem oder eine atopische Dermatitis entwickeln, reduzieren könnten, indem sie in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft etwa 1 Gramm Fischöl zu sich nehmen. Allgemein bestätigen die von den australischen Wissenschaftlern erzielten Ergebnisse die Bedeutung von Omega-3 für eine korrekte Entwicklung des Immunsystems.  




Quelle 1. Palmer DJ, Sullivan T, Gold MS, Prescott SL, Heddle R, Gibson RA, Makrides M, “Effect of n-3 long chain polyunsaturated fatty acid supplementation in pregnancy on infants' allergies in first year of life: randomised controlled trial”, BMJ. 2012 Jan 30;344:e184