Frauengesundheit

Frauen: 25% weniger Herzinsuffizienz-Risiko mit Omega-3-Präparaten

Das Risiko einer Herzinsuffizienz bei Frauen kann durch eine erhöhte Zufuhr von Omega-3-reichem Fisch um 25 % gesenkt werden. Dies hat eine Gruppe von Forschern in einer im European Journal of Clinical Nutrition veröffentlichten Studie nachgewiesen. Laut den Wissenschaftlern unter der Leitung von Emily Levitan von der University of Alabama in Birmingham (USA) resultieren die Gesundheitsvorteile aus den in fettem Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren.

 

Fettsäuren für das Herz-Kreislauf-System

 

Omega-3-Fettsäuren sind wertvolle Verbündete für Herz und Blutgefäße. Mehrere Studien haben ihre Wirksamkeit bei der Reduktion bestimmter kardiovaskulärer Risikofaktoren belegt, wie zu hohe Triglyceridwerte im Blut, Thrombusbildung und erhöhte Blutdruckwerte.

 

Diese Studie konzentrierte sich auf Herzinsuffizienz, eine Erkrankung, die auftritt, wenn das Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut in den restlichen Organismus zu pumpen. Die daraus resultierenden Symptome (Müdigkeit, Schwäche, Schwierigkeiten beim Gehen, unregelmäßiger Herzschlag sowie anhaltender Husten oder Keuchen) sind die häufigste Ursache für Krankenhausaufenthalte über 65 Jahren.

 

Die Studienteilnehmerinnen

 

Die Forschung basierte auf der Analyse von Daten zu 36.234 Frauen im Alter zwischen 48 und 83 Jahren, die an einer 1998 begonnenen und 2006 abgeschlossenen Studie teilnahmen. Zu Beginn dieser Studie hatte keine der Teilnehmerinnen je an Herzinsuffizienz, Herzinfarkt oder Diabetes gelitten.

 

Informationen zur Ernährung der Teilnehmerinnen wurden mithilfe eines aus 96 Fragen bestehenden Fragebogens erhoben. Im Verlauf der 18 Jahre dauernden Datenerhebung wurden 651 Herzstillstände registriert.

 

Omega-3 – Freund des weiblichen Herzens

 

Levitan und Kollegen stellten fest, dass bei Frauen, die einmal pro Woche eine Portion fetten Fisch aßen, das Herzinsuffizienz-Risiko im Vergleich zu Frauen, die ihn nie aßen, um 20 % gesenkt war. Die beobachtete Reduktion war noch größer, nämlich 30 %, bei jenen Frauen, die sich an 2 von 7 Tagen für diesen Fischtyp entschieden.

 

Auch zwischen der aufgenommenen Menge mariner Omega-3-Fettsäuren und der Reduktion des Herzinsuffizienz-Risikos zeigte sich eine deutliche Korrelation: Bei den Frauen, die mehr davon aufnahmen, wurde eine um 25 % niedrigere Herzinsuffizienzrate festgestellt als bei jenen, die weniger davon aufnahmen.

 

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse kamen die Forscher zu dem Schluss, dass bei diesen Frauen ein moderater Konsum von fettem Fisch und marinen Omega-3-Fettsäuren mit einer geringeren Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen infolge einer Herzinsuffizienz korreliert.

 

Vorteile auch für Männer

 

Die in dieser Studie gesammelten Ergebnisse ergänzen jene, die dieselben Autoren in einer früheren im European Heart Journal veröffentlichten Forschungsarbeit erzielten. Damals hatte die Gruppe um Levitan nachgewiesen, dass ein moderater Konsum mariner Omega-3-Fettsäuren das Herzstillstandrisiko bei Männern um 33 % senkt.  

 

Quellen

 

1. Levitan EB, Wolk A, Mittleman MA, “Fatty fish, marine omega-3 fatty acids and incidence of heart failure”, Eur J Clin Nutr. 2010 Jun;64(6):587-94. Epub 2010 Mar 24

 2. Levitan EB, Wolk A, Mittleman MA, “Fish consumption, marine omega-3 fatty acids, and incidence of heart failure: a population-based prospective study of middle-aged and elderly men”, Eur Heart J. 2009 Jun;30(12):1495-500. Epub 2009 Apr 21