Herz-Kreislauf-System

Omega-3 reduzieren Koronarkrankheiten und Herzinfarkt um 50% bzw. 38%

Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel: (viel) weniger Herzinfarkte und Koronarerkrankungen dank Fischöl

Omega-3 könnten das Risiko von koronaren Herzerkrankungen und Herzinfarkten bei Personen senken, die wenig Fisch essen. Dies ist die Hypothese einer Gruppe niederländischer Forscher, die in einer im Journal of Nutrition veröffentlichten Studie gezeigt haben, dass es ausreicht, täglich etwa 240 Milligramm dieser Fettsäuren einzunehmen, um das Risiko für koronare Herzerkrankungen um etwa 50 % und das Herzinfarktrisiko um 38 % zu senken. Die Ergebnisse beziehen sich auf die tägliche Zufuhr der beiden über die Ernährung erzielbaren Omega-3: Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA).


Omega-3 und Herzgesundheit

Zahlreiche Studien haben gezeigt, wie fetter Fisch, die wichtigste Nahrungsquelle für Omega-3, für die Herzgesundheit unverzichtbar ist. Die positive Wirkung dieser Nährstoffe konkretisiert sich in der Verbesserung der Blutfettwerte, der Senkung des Thromboserisikos und positiven Auswirkungen auf Blutdruck, Herzfrequenz und Gefäßfunktion. Dank dieser Reihe von Wirkungen wurden EPA und DHA mit der Senkung des kardiovaskulären Risikos in Verbindung gebracht.


Vorteile für Personen, die wenig Fisch essen

In der im Journal of Nutrition veröffentlichten Studie analysierten die Forscher der Universität Wageningen (Niederlande) die Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen einer fischarm en Ernährung, EPA und DHA und der Inzidenz koronarer Herzerkrankungen und nicht-tödlicher Herzinfarkte. Die Studie umfasste 21.342 Personen im Alter zwischen 20 und 65 Jahren. Die Analyse des täglichen Fischkonsums zeigte, dass die Teilnehmer zwischen 1,1 und 17,3 Gramm pro Tag aßen. In 11,3 Jahren verzeichneten die Forscher 647 Todesfälle, von denen 82 mit koronaren Herzerkrankungen verbunden waren. 

Von letzteren entsprachen 64 Fälle Herzinfarkten. Das interessanteste Datum betrifft jedoch EPA und DHA. Die Bewertung der Zufuhr dieser beiden Omega-3 ergab, dass der höchste Durchschnittskonsum 234 Milligramm pro Tag betrug, während der niedrigste 40 Milligramm pro Tag betrug. Die Assoziationsanalyse mit Herzerkrankungen zeigte, dass 234 Milligramm EPA und DHA pro Tag ausreichen, um das Risiko tödlicher koronarer Herzerkrankungen im Vergleich zu dem bei Personen, die nur 40 Milligramm pro Tag verbrauchen, um 51 % zu senken. 

Auch die Inzidenz von Herzinfarkten wird durch höhere Spiegel dieser Omega-3 signifikant gesenkt. In diesem Fall entspricht eine Zufuhr von EPA und DHA in Höhe von 234 Milligramm pro Tag einer Reduktion ihrer Häufigkeit um 38 % im Vergleich zu einem täglichen Verzehr von 40 Milligramm. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse schlossen die Autoren der Studie, dass bei Personen, die geringe Mengen Fisch essen, die Steigerung des Konsums desselben sowie einer Mischung aus EPA und DHA das Risiko koronarer Herzerkrankungen dosisabhängig senken kann.


Einfache Lösungen für das Herz


Laut Experten ist es eine recht einfache Aufgabe, diese Vorteile der Omega-3 zu nutzen. Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel und mit diesen Fettsäuren angereicherte Produkte ist nämlich in ständiger Expansion.  



Quelle 

1. de Goede J, Geleijnse JM, Boer JM, Kromhout D, Verschuren WM, “Marine (n-3) fatty acids, fish consumption, and the 10-year risk of fatal and nonfatal coronary heart disease in a large population of Dutch adults with low fish intake”, J Nutr. 2010 May;140(5):1023-8. Epub 2010 Mar 24