Herz-Kreislauf-System

Omega-3 verbessern die Gesundheit von Menschen mit Diabetes und Herzinsuffizienz

Diabetes, Herzinsuffizienz und Fischöl: Was zeigen die Studien?

Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein deutlich erhöhtes Risiko, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln. Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl könnten dabei helfen, dieses Risiko zu senken. Das zeigt eine Studie der University of Alberta in Edmonton (Kanada).

Der Zusammenhang zwischen Diabetes und Herzinsuffizienz

Chronisch erhöhte Blutzuckerwerte schädigen Blutgefäße und den Herzmuskel. Diabetiker haben ein zwei- bis vierfach höheres Herzinsuffizienzrisiko als Nicht-Diabetiker. Entzündungsprozesse und oxidativer Stress spielen dabei eine zentrale Rolle.

Wie wirken Omega-3-Fettsäuren?

Die Forscher untersuchten die Auswirkung einer Omega-3-Supplementierung auf die Herzfunktion bei diabetischen Ratten. Das Ergebnis: Fischöl verbesserte die Herzfunktion, reduzierte Entzündungsmarker und hemmte die Fibrose (Vernarbung) des Herzmuskels.

Auf molekularer Ebene hemmten EPA und DHA proinflammatorische Signalwege (NF-κB) und förderten die Produktion entzündungshemmender Mediatoren (Resolvine, Protektine).

Klinische Relevanz

Mehrere klinische Studien beim Menschen bestätigen, dass eine regelmäßige Omega-3-Supplementierung bei Diabetikern Triglyzeridwerte senken, die Herzfunktion verbessern und das kardiovaskuläre Gesamtrisiko reduzieren kann. Bei bestehender Diabetes-Therapie sollte die Einnahme von Omega-3-Präparaten mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.