Post-Infarkt-Therapie: Omega-3 reduzieren das Sterberisiko und Rückfälle
Omega-3-Fettsäuren können nach einem Herzinfarkt das Risiko eines erneuten Herzproblems erheblich reduzieren. Dies bestätigt eine Studie der Universität Brescia, die in The American Journal of Cardiology veröffentlicht wurde und die Daten der wegweisenden GISSI-Prevenzione-Studie von 1999 neu auswertet.
Die GISSI-Prevenzione-Studie, an der über 11.000 Herzinfarkt-Überlebende in Italien teilnahmen, hatte bereits 1999 gezeigt, dass die tägliche Einnahme von 1 g EPA+DHA die Gesamtmortalität um 20 %, die kardiovaskuläre Mortalität um 30 % und den plötzlichen Herztod um 45 % reduzieren kann.
Die neuen Ergebnisse
Die Wissenschaftler der Universität Brescia analysierten erneut die GISSI-Daten und stellten fest, dass der Schutzeffekt von Omega-3 noch ausgeprägter war als ursprünglich berichtet: Insbesondere reduzierten die Omega-3 die Gesamtmortalität um 24 % und die Häufigkeit von Herzinfarkten und Schlaganfällen um 35 % bei Patienten, die keine Statine einnahmen.
Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Omega-3 als Teil der kardiologischen Nachsorge nach einem Herzinfarkt. Die Forscher empfehlen, die Supplementierung mit EPA und DHA bei Herzpatienten zu berücksichtigen, insbesondere wenn eine Statintherapie nicht möglich oder nicht indiziert ist.
Quelle: Franzosi MG et al. n-3 fatty acids in patients with multiple cardiovascular risk factors. The New England Journal of Medicine. Università degli Studi di Brescia / GISSI-Prevenzione data re-analysis.



