Vitamin D verlangsamt den Verlauf der Multiplen Sklerose
Multiple Sklerose: langsamerer Krankheitsverlauf dank Vitamin D
Vitamin D kann die Symptome der multiplen Sklerose lindern und das Fortschreiten der Schäden am Nervensystem verlangsamen. Offenbar können Patienten in den frühen Phasen der Erkrankung, die über ausreichende Vitamin-D-Spiegel im Serum verfügen, bis zu 57 % weniger Hirnläsionen entwickeln als Patienten mit niedrigeren Spiegeln.
Zu diesem Schluss kommen die Forscher einer am Brigham and Women's Hospital in Boston und an der Harvard Medical School durchgeführten Studie, die kürzlich im Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler analysierten die Daten von 469 Patienten mit klinisch isoliertem Syndrom (CIS), einem Frühzeichen der multiplen Sklerose. Die Ergebnisse zeigten, dass hohe Vitamin-D-Spiegel in den ersten 12 Monaten nach dem ersten MS-Schub mit einer niedrigeren Schubrate, weniger neuen Läsionen im MRT und einer geringeren Beeinträchtigung nach 5 Jahren verbunden waren.
Diese Erkenntnisse reihen sich in eine wachsende Zahl von Studien ein, die auf eine schützende Rolle von Vitamin D bei Autoimmunerkrankungen hinweisen. Wichtig: Bei Verdacht auf Vitamin-D-Mangel ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert, da eine Überdosierung schädlich sein kann.
Quelle: Ascherio A et al., “Vitamin D as an early predictor of multiple sclerosis activity and progression”, JAMA Neurol. 2014.



