Omega-3 in der Lupus-Therapie: Prävention neuropsychiatrischer Symptome
Omega-3 reduziert Neuroinflammation bei Lupus erythematodes und Sjögren-Syndrom
Omega-3-Fettsäuren können Neuroinflammation und kognitive Defizite bei Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes und Sjögren-Syndrom reduzieren. Dies zeigen Ergebnisse einer am City University of New York durchgeführten Tierstudie an transgenen Mäusen, die in der Fachzeitschrift Preventive Medicine veröffentlicht wurde. Die Befunde legen nahe, dass eine Omega-3-Supplementierung zum Schutz des Hippocampus – einer für Gedächtnis und Lernen zentralen Hirnregion – beitragen könnte.
Autoimmunerkrankungen und das Nervensystem
Lupus erythematodes und das Sjögren-Syndrom sind systemische Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise körpereigenes Gewebe angreift. Neben den bekannten Symptomen können diese Erkrankungen auch das Nervensystem beeinträchtigen und zu kognitiven Defiziten führen, die teilweise auf Neuroinflammation zurückgeführt werden. Entzündliche Prozesse im Hippocampus stehen dabei im Zusammenhang mit Gedächtnisstörungen und eingeschränkter Lernfähigkeit.
Omega-3 schützt den Hippocampus
In der Studie erhielten transgene Mäuse, die ein Modell für Lupus erythematodes darstellen, omega-3-reiche Kost. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigten diese Tiere eine deutliche Reduktion neuroinflammatorischer Marker sowie weniger hippocampale Schäden. Die Autoren schlussfolgern, dass EPA und DHA über ihre entzündungshemmenden Eigenschaften neuroprotektiv wirken könnten und die kognitiven Einbußen bei Autoimmunerkrankungen möglicherweise abmildern.
Quelle
Walton AJ et al. “Dietary fish oil and the severity of symptoms in patients with systemic lupus erythematosus”. Ann Rheum Dis. 1991 Jul;50(7):463-6.
Bhatt DL et al. “Cardiovascular risk reduction with icosapentaenoic acid for hypertriglyceridemia”. N Engl J Med. 2019;380:11-22.



