Omega-3 gegen Depression bei bipolarer Störung: Bewiesene Vorteile
Depression bei bipolarer Störung: Omega-3-Präparate als Lösung zur deutlichen Verbesserung der Symptome
Omega-3-Fettsäuren sind nützliche Begleitstoffe bei der Behandlung der mit bipolarer Störung assoziierten Depression. Das zeigt eine gründliche statistische Analyse der wissenschaftlichen Literatur, die von Experten des Psychiatrie-Departments der Universität Melbourne (Australien) durchgeführt und im Journal of Clinical Psychiatry veröffentlicht wurde.
Omega-3 zur Stimmungsregulierung
Mehrere Studien haben die Wirksamkeit von Omega-3-Fettsäuren bei der Prävention, Kontrolle und Behandlung bestimmter psychiatrischer Störungen nachgewiesen. Darunter:
- aggressives Verhalten im Zusammenhang mit Stress
- postpartale Depression
- einfache Stimmungsschwankungen
- Demenz
- Schizophrenie
- Depression
- bipolare Störung
Die bisherigen Studien haben eine enge Korrelation zwischen depressiven Störungen und niedrigen Omega-3-Spiegeln nachgewiesen: Je geringer die Reserven dieser Nährstoffe, desto schwerwiegender die Depressionssymptome. Eine omega-3-reiche Ernährung verringert die Neigung, mit dieser Erkrankung verbundene Störungen zu entwickeln: Traurigkeit, Energiemangel, Angstzustände, Schlaflosigkeit und Suizidneigung.
Omega-3 gegen bipolare Störung
Die bipolare Störung ist eine Erkrankung, bei der manische Phasen mit Euphorie mit Depressionsphasen abwechseln. Mehrere Studien haben den Nutzen von Omega-3-Fettsäuren als Ergänzung zu herkömmlichen medikamentösen Therapien untersucht. Die erzielten Ergebnisse zeigten, dass diese Nährstoffe zur Stabilisierung der Krankheitssymptome führen. Vor der Veröffentlichung der Studie der Forscher der Universität Melbourne hatte keine Forschungsarbeit die bisher gesammelten Daten in ihrer Gesamtheit ausgewertet. Diese neue Analyse umfasste alle Studien in der wissenschaftlichen Literatur mit einer Dauer von mindestens 4 Wochen und einer Teilnehmerzahl von mehr als 10 Patienten. In all diesen Studien wurden Omega-3-Fettsäuren zur Behandlung von Personen eingesetzt, bei denen eine mit bipolarer Störung assoziierte Depression oder eine manische Phase diagnostiziert worden war. Sorgfältige statistische Analysen konnten zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren eine signifikante Wirkung auf die Symptome der depressiven Phase der bipolaren Störung haben. Es ergab sich hingegen kein zusätzlicher Nutzen der Ergänzung dieser Fettsäuren bei der Therapie gegen die manische Phase.
Omega-3 gegen Depression: nachgewiesene Wirksamkeit
Die von den australischen Forschern erzielten Ergebnisse bestätigen die Validität eines Therapieansatzes, der auf der Kombination herkömmlicher Medikamente mit der Einnahme von Omega-3-Fettsäuren zur Behandlung der für das bipolare Syndrom charakteristischen Depression beruht. Dieselben Daten legen nahe, dass der Einsatz dieser Nährstoffe zur Kontrolle der manischen Phasen der Störung nicht erforderlich ist.
Quelle
1. Sarris J, Mischoulon D, Schweitzer I, “Omega-3 for bipolar disorder: meta-analyses of use in mania and bipolar depression”, J Clin Psychiatry. 2011 Aug 9



