Omega-3 Spezial

Parodontitis kann mit DHA bekämpft werden

Parodontitis: Behandlung mit DHA möglich


Omega-3 helfen, die Parodontitis zu lindern – eine schwere Zahnfleischinfektion. Die Ergänzung mit der Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) ist mit einer Verringerung der Taschentiefe, einem Symptom dieser Erkrankung, und des Gingivalindex – eines Indikators für deren Schweregrad – verbunden. Daher lässt sich für die Zukunft ein Einsatz von Omega-3 bei der Behandlung der Parodontalerkrankung ins Auge fassen.

Dies sind die Ergebnisse einer im Journal of Dental Research veröffentlichten und in den Labors der Harvard Medical School in Boston (USA) durchgeführten Studie.



Omega-3 und Vorteile für die Zahngesundheit 

 

Die Parodontitis ist eine chronische Entzündungserkrankung, die durch Bakterien ausgelöst wird und das Weichgewebe sowie den Stützknochen der Zähne zerstört. Sie ist durch eine Vertiefung der Zahnfleischtasche gekennzeichnet – des engen Kanals an den Seiten des Zahns –, die zur sogenannten parodontalen Tasche führt.

Die Erkrankung ist weltweit verbreitet, und 30–50 % der US-amerikanischen Bevölkerung leiden daran.

Die mit der Omega-3-Einnahme verbundene Verringerung des Risikos von Zahnerkrankungen wurde in den letzten Jahren mit den entzündungshemmenden Wirkungen von DHA in Verbindung gebracht.

Weitere Studien haben eine starke antibakterielle Aktivität von Omega-3 gegen orale Pathogene belegt, die die Erkrankung verursachen.

Insbesondere könnten laut einigen Studien DHA, EPA (Eicosapentaensäure), ALA (Alpha-Linolensäure) und einige von ihnen abgeleitete Moleküle das Wachstum von Bakterien wie Streptococcus mutans, Candida albicans und Porphyromonas gingivalis hemmen.

 

DHA verbessert die Symptome der Parodontalerkrankung

Im Rahmen der Forschung rekrutierten die Wissenschaftler 55 Erwachsene mit Parodontitis. Jedem wurden zufällig und anonym entweder 2 Gramm DHA pro Tag oder ein Placebo (Maisöl) für drei Monate zugeteilt.

Alle Teilnehmer erhielten zudem täglich 81 mg Aspirin.

Die Ergebnisse zeigten bei den 46 Erwachsenen, die die Studie abschlossen, dass die DHA-Konzentration in den Membranen der roten Blutkörperchen gestiegen war (zwischen 3,6 % und 6,2 %), während in der Placebogruppe keine Veränderung beobachtet wurde.

Die Daten zeigten, dass die DHA-Ergänzung mit einer geringeren Taschentiefe und einer Reduktion des Gingivalindex verbunden ist – einem Parameter zur Bewertung des Ausmaßes der Erkrankung.

Andere Indizes wie der Plaque- und der Blutungsindex veränderten sich zwischen den beiden Gruppen nicht.

Über die genannten Verbesserungen hinaus berichteten die Forscher, dass im Zahnfleischgewebe die Spiegel entzündlicher Signalmoleküle wie C-reaktives Protein und Interleukin-1-beta in der mit DHA ergänzten Gruppe signifikant gesenkt wurden.


Eine neue Anwendung für Omega-3?

Die Studie zeigte, dass DHA in der Lage ist, die Symptome der Parodontitis bei Erwachsenen zu verbessern, und deutet auf seine potenzielle therapeutische Wirksamkeit hin.

Diese Ergebnisse legen zusammen mit der wahrscheinlichen antibakteriellen Aktivität eine neue künftige Anwendung der Omega-3-Fettsäuren nahe.